Freiwillige Feuerwehr
     Stadt Dissen am Teutoburger Wald
     retten - löschen - bergen - schützen seit 1875
    
  +++  Aktuelles  +++  Aktuelles  +++  Aktuelles  +++  

 Startseite

 Über uns

 Organisation

 Aktuelles
  Aktuelles
  Archiv
  Termine
  Dienstplan

 Einsätze

 Fahrzeuge

 Feuerwehrhaus

 Historisches

 Impressum


Offizielle Indienststellung der neuen Drehleiter

Während einer kleinen Feierstunde am Freitagabend, dem 17.04.2009 wurde die neue Dissener Drehleiter offiziell durch Bürgermeister Georg Majerski an die Feuerwehr
 
 

Bürgermeister Georg Majerski (mitte) zusammen mit beiden Ehrenstadtbrand- meistern Reiner Marjenau (links) und Fritz Wehrkamp (rechts) im Rettungskorb.

übergeben und in Dienst gestellt.

Schon bei der Auslieferung des Fahrzeuges sei der "Funke der Begeisterung" übergesprungen und während der anschließenden Ausbildung bzw. Erprobung sei aus dem "Funken" schnell "Feuer und Flamme" geworden. Stadtbrandmeister Ulrich Lindhorst drückte seine Begeisterung über die neue Drehleiter im Feuerwehr-Jargon aus, nachdem die bekränzte neue Drehleiter DLA (K) 18/12 still und leise, doch mit zuckendem Blaulicht, vor das Gerätehaus gefahren wurde.

Hier hatten sich Vertreter von Rat und Verwaltung, Abordnungen benachbarter Wehren und der Polizei sowie zahlreiche interessierte Bürger versammelt, um der Indienststellung des 450.000-Euro-Fahrzeuges beizuwohnen.

Diese vierte Drehleiter in der Geschichte der Dissener Wehr seit 1954 sei Ersatz für die über 20 Jahre alte DLK 12-9 SE, die auf Grund ihres technischen Zustandes ausgemustert wurde, erläuterte Lindhorst. "In puncto Abstützung, Schnelligkeit, Ausladung, Korbtraglast

 

Schlüsselübergabe für die Drehleiter: (v.l.) Pastor Erik Neumann, der das Fahrzeug zuvor unter den Segen Gottes gestellt hatte, stv. Stadtbrandmeister Hartmut Kleekamp, Stadtbrandmeister Ulrich Lindhorst, Bürgermeister Georg Majerski und Kreisbrandmeister Heiner Prell.

 
und Rettungshöhe ist sie gegenüber dem ausrangierten Fahrzeug deutlich überlegen, sodass gewissermaßen ein Quantensprung vollzogen wurde. Mit ihr ist die Feuerwehr Dissen in der Lage, die Sicherstellung des Brandschutzes und der Hilfeleistung noch effektiver zu gewährleisten", sagte er.

Des Weiteren ging er darauf ein, dass sich Dissen im Zuge des Autobahnbaus positiv entwickelt habe. Angesichts der inzwischen fast 10.000 Einwohner und der über 5.200 Arbeitsplätze in den ortsansässigen Unternehmen würden auch die Anforderungen an die Feuerwehr wachsen. Das vorhandene Gefährdungs- potenzial und die inzwischen stattliche Anzahl an hohen Gebäuden mache daher die Vorhaltung einer Drehleiter als wichtigstes Fahrzeug für die Menschenrettung absolut notwendig.

Bürgermeister Georg Majerski hob hervor, dass der Rat trotz der hohen Investitionssumme Wert darauf gelegt habe, ein auf die örtlichen Verhältnisse abgestimmtes Fahrzeug anzuschaffen, das den wachsenden Anforderungen an die Feuerwehr entspricht und zugleich sicher in der Handhabung ist.

Kreisbrandmeister Heiner Prell sprach von einem "großen Tag" für die Dissener Wehr: Die Drehleiter sei genau das Richtige für die Einsätze des "Hightech-Unternehmens" Feuerwehr. Auch die umliegenden Gemeinden würden im Rahmen der Nachbarschaftshilfe davon profitieren.

Im Rahmen einer kleinen Rettungs- übung demonstrierten die Feuerwehrleute anschließend die Möglichkeiten des neuen Fahrzeuges. Aus dem gegenüberliegenden Wohnhaus musste eine Person mit Hilfe der Krankentrage-Vorrichtung aus dem 2. Obergeschoss gerettet werden.

Der stellvertretende Stadtbrandmeister Hartmut Kleekamp moderierte die Geschehnisse und erläuterte Details zu der technischen Ausstattung der Drehleiter. Sie verfügt über eine Rettungshöhe von 26 Metern und eine Korbtraglast von 270 kg. Neben umfassenden Möglichkeiten zur Ausleuchtung ist sie auch mit einer sogenannten "Memory-Steuerung" ausgestattet. Diese ermöglicht es, bei der Rettung mehrerer Personen den Korb nach dem ersten Ansteuern eines Punktes und dem zwischenzeitlichen Absetzen auf dem Boden anschließend automatisch wieder an denselben Punkt zurückzubringen.


Das Fahrgestell ist ein Mercedes Atego 1329 mit 286 PS und einem zulässigen Gesamtgewicht von 13,5 t. Zu der Beladung gehören u. a. ein Stromerzeuger, ein Hochleistungslüfter, ein Wasserwerfer, zwei Pressluftatmer und eine Elektromotorsäge.


Text: Achim Köpp, Ulrich Lindhorst
Fotos: Achim Köpp, Daniel Kleekamp