Freiwillige Feuerwehr Stadt Dissen aTW
Seit 1875:   retten - löschen - bergen - schützen
+++ Einsätze +++

 Startseite

 Über uns

 Organisation

 Aktuelles

 Einsätze
  2018
  2017
  2016
  2015
  2014
  2013
  2012
  2011
  2010
  2009
  2008
  2007
  2006
  2005
  2004
  2003
  2002
  Statistik

 Fahrzeuge

 Feuerwehrhaus

 Historisches

 Impressum


29.10.2015 - TH Gefahrgut, Westring 15

Einen recht zeitaufwendigen Einsatz hatte die Feuerwehr Dissen ab Donnerstagmittag bis in die frühen Abendstunden zu bewältigen. Auf dem Gelände eines Lebensmittel produzierenden Betriebes am Westring hatte sich um kurz vor 12 h ein Gefahrgutunfall ereignet.

Bei der Entsorgung eines Reinigungsmittels bemerkte der mit dem Transport beauftragte Fahrer, dass der flüssige Stoff plötzlich aus dem 1.000 Liter fassenden Behältnis auslief und offenbar eine chemische Reaktion hervorrief. Bei dem Reinigungsmittel handelte es sich um ein Gemisch, das im Wesentlichen aus 53%-iger Salpetersäure besteht. Laut den Angaben im Sicherheitsdatenblatt kann der Stoff gegenüber Metallen korrosiv sein und verursacht bei Kontakt schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.


Die Feuerwehr Dissen wurde um 11:51 h alarmiert und rückte mit dem RW 2, dem LF 20 und
dem MTW aus. Beim Eintreffen war erkennbar, dass sich die Flüssigkeit auf einem Teil der Hoffläche ausgebreitet hatte. Als erste Maßnahmen wurde eine Sicherheitszone rund um den LKW eingerichtet und veranlasst, dass sich vier Feuerwehrleute mit Chemikalien-Schutzanzügen ausrüsten, um die Schadenstelle zu erkunden. Parallel dazu wurden Informationen über den Gefahrstoff eingeholt und der Fahrer vom Rettungsdienst untersucht - er war unverletzt.


Um die weitere Ausbreitung zu verhindern und die Flüssigkeit aufzunehmen, streuten die unter CSA eingesetzten Feuerwehrleute die betroffene Asphaltfläche mit Bindemittel ab. Sodann wurde zur Abstimmung der weiteren Vorgehensweise eine Fachkraft des Transport- und Entsorgungsbetriebes hinzugezogen. Des Weiteren wurde die Feuerwehr Bad Rothenfelde mit dem HLF 20 zur personellen Unterstützung und zur Bereitstellung von Schutzanzügen an die Einsatzstelle beordert.

Daran anschließend erfolgte die Aufnahme des kontaminierten Bindemittels durch mit Atemschutz und Schutzanzügen ausgerüstete Einsatzkräfte in 200-l-Fässer, die für diesen Zweck angeliefert worden waren. Zum Abschluss wurde die Fläche viel Wasser abgespült. Dazu wurde der betroffene Kanal abgedichtet und die dort gesammelte Menge von einem Saug-/Spülwagen aufgenommen.


Nach sechs Stunden konnte der Einsatz gegen 18 h abgeschlossen werden. Beteiligt waren die beiden Feuerwehren aus Dissen und Bad Rothenfelde sowie in der Anfangsphase ein RTW aus Bad Laer, der später durch die SEG 7 der Malteser abgelöst wurde, mehrere Beamte der Polizeistation Dissen und der städtische Bauhof.


[ul], Fotos: Jürgen Beckmann, Daniel Kleekamp