Freiwillige Feuerwehr
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        +++ Gefahrgutunfall BAB 33, Anschlussstelle Harderberg +++          


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Gefahrgutunfall !

Ein leichter Auffahrunfall in Höhe des Osnabrücker Südkreuzes, bei dem die Ladung auf einem Sattelzug verrutschte, entwickelte sich zu einem Gefahrgutunfall mit  einem Großaufgebot an Einsatzkräften.

Gegen 16.09 Uhr wurde der Autobahnpolizei ein Auffahrunfall auf der Bundesautobahn A 33 in Höhe des Südkreuzes gemeldet. Die Unfallbeteiligten, ein LKW und ein PKW fuhren zunächst weiter in Fahrtrichtung Bielefeld.
Kurz hinter der Anschlussstelle Harderberg kontrollierten zwei Polizeibeamte zusammen mit dem Fahrer den LKW und stellten fest, dass einige Behälter einer unbekannten Flüssigkeit Leck geschlagen waren. Durch die austretenden Dämpfe wurden die beiden Beamten verletzt.

Umgehend wurde die zuständige Ortsfeuerwehr Oesede alarmiert. Im weiteren  Einsatzverlauf wurde die gesamte Stadtfeuerwehr Georgsmarienhütte inklusive Umweltgruppe, die Werkfeuerwehr der Georgsmarienhütte GmbH, der Fachzug Messen- und Spüren der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umweltschutz, die Umwelteinheit Süd, Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehren Hagen, Borgloh und OS-Voxtrup, der Fachberater Chemie und der Umweltzug der Berufsfeuerwehr Osnabrück, zehn Streifenwagen der Polizei, der Leitende Notarzt, der organisatorische Leiter Rettungsdienst, RTW und NEF, zwei Schnelleinsatzgruppen des DRK sowie das Technische Hilfswerk alarmiert.

Im Einsatz waren insgesamt rund 170 Kräfte der verschiedenen Organisationen. Die Einsatzkräfte mussten unter speziellen Schutzanzügen die gesamte LKW-Ladung, bestehend aus 18 Tonnen verschiedenster Behälter mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, abladen und für den weiteren Abtransport bereitstellen. 

Die Leck geschlagenen Behälter wurden in andere Behälter umgelagert und für ein Spezialentsorgungsunternehmen bereitgestellt.

Die extreme Hitze verlangte den eingesetzten Kräften alles ab. Maximal 15 Minuten konnten sie im Schutzanzug arbeiten, danach mussten sie abgelöst werden. Die Ladefläche wurde anschließend gereinigt.

Der LKW wurde über Nacht an der Feuerwehrtechnischen Zentrale Harderberg untergestellt. Der Messzug konnte an der Einsatzstelle keine Explosionsgefahr feststellen. Auch die Messungen des pH-Wertes waren unbedenklich. Die Autobahnpolizei hatte die Fahrtrichtung Bielefeld zwischen dem Südkreuz und der Anschlussstelle Borgloh/Kloster Oesede für die Dauer der Bergungsarbeiten voll gesperrt.



 Text: Thorsten Wöhrmann

Fotos: Atze Rahe