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Atemschutz-Workshop auf dem Gelände des ehemaligen Homann-Werkes
Am Samstag, dem 07. März 2026 führte die Feuerwehr Dissen einen Atemschutz-Workshop auf dem
Gelände des ehemaligen Homann-Werkes durch. Der Workshop war Teil der seit 2010 stattfindenden
Workshops für die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Dissen. Nachdem in den vergangenen Jahren
mehrfach die Brandsimulationsanlage des Kreis Lippe in Lemgo besucht wurde, stand beim diesjährigen
Workshop der "Atemschutznotfall" im Mittelpunkt.
Die Atemschutzgeräteträger und Atemschutzgeräteträgerin trafen sich um 08:00 Uhr im Feuerwehrhaus.
Nachdem am vorangegangenen Dienstabend bereits die theoretischen Grundlagen zum Atemschutznotfall
und der Einsatzstellenhygiene wiederholt worden waren, lag der Schwerpunkt nun auf der praktischen
Umsetzung.
Hierzu machten sich die Feuerwehrleute auf den Weg zum Homann-Areal an der Bahnhofstraße. Dort
hatten die beiden Atemschutzgerätewarte Marcel Werth und Alexander Eck unter Mithilfe des Kameraden
Dirk Horstmann ein vielfältiges Programm organsiert.
Zunächst wurden die Aufgaben, die Ausrüstung, der Einsatz und die Vorgehensweise des Sicherheitstrupps
besprochen. Im Anschluss wurden an zwei Stationen die Ausbildungsinhalte praktisch vermittelt.
An einer Station wurde der Atemschutznotfall trainiert. Es wurde ein verunfallter Atemschutztrupp
im Innenangriff angenommen, bei dem der Truppmann vermisst wird. Die eingesetzten Kameraden und
die Kameradin hatten die Aufgabe den verunfallten Kameraden zu finden, unter "Null-Sicht" den
Lungenautomaten zu wechseln und den Verunfallten in einen sicheren Bereich zu bringen. Besonderes
Augenmerk lag hier auf dem Schlauchmanagement, der Suchtechnik und der Kommuniktation. Aufgrund
des bevorstehenden Abrisses einiger Gebäudeteile bot sich hier die seltene Möglichkeit, unter
realistischen Bedingungen "nass" zu üben.
Diese Möglichkeit wurde an der zweiten Station noch intensiver genutzt. Im ersten Obergeschoss
eines Gebäude wurden kontrolliert Strohballen entzündet, um eine echte Verrauchung zu erzeugen.
Die Aufgabe bestand hier darin, das Feuer im Obergeschoss zu löschen und eine vermisste Person zu
retten. Auch hier spielte das Schlauchmanagement, aufgrund der engen Treppenräume und verwinkelten
Gebäudestrukturen, eine zentrale Rolle.
Beide Stationen konnten von den teilnehmenden Kameraden und der Kameradin sicher und erfolgreich
bewältigt werden. Gegen 13 Uhr wurde der Workshop mit einer Nachbesprechung im Feuerwehrhaus beendet.
Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass es erneut eine sinnvolle, zusätzliche Weiterbildung
zum wöchentlichen Übungsdienst war.
[Alexander Eck] Fotos: Marcus Eck
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